BioShock: Gore Verbinski erklärt, warum der Film nie gedreht wurde

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Bioshock Promo

Sieben Jahre sind vergangen, seit erstmals die Nachricht über eine Verfilmung des von Ken Levine erdachten Spiels BioShock bekannt wurde. Damals erklärte Gore Verbinski bereit, als Regisseur für den Film tätig zu sein. Zuvor übernahm der US-Amerikaner die Regie bei Fluch der Karibik und arbeitete zuletzt an dem in Kürze erscheinenden A Cure for Wellness. 2007 konnten Spieler erstmals in die Unterwasser-Stadt Rapture eintauchen, ein Utopia für Forscher und Freidenker und Schauplatz von BioShock. Trotz eines rasanten wirtschaftlichen und technologischen Fortschritts, versinkt die Stadt durch die Entdeckung der genmanipulierenden Droge Adam im Chaos und verfällt schließlich.

Eine Verfilmung des von 2K-Game-Entwickler stammenden Spiels hätte besonders Fans des Spiels glücklich gemacht, da Verbinski seine Adaption möglichst nahe am Vorbild halten wollte. Am Valentinstag stellte Verbinski sich auf Reddit in einem AMA (Ask me Anything) den Fragen der User und gab auch eine Antwort auf die Frage, warum die Verfilmung nur acht Wochen vor dem Drehbeginn abgesagt wurde. Die Gründe für Universals Entscheidung lagen im Wesentlichen im problematischen Verhältnis zwischen der Altersfreigabe des Films und seinen Produktionskosten.

„Nun, es gibt keine kurze Antwort auf diese Frage, aber wir befanden uns acht Wochen vor dem Dreh, als der Stecker gezogen wurde. Es ist ein R-rated-Film [entspricht in etwa der FSK16 in Deutschland]. Ich wollte ihn R-rated belassen, ich hielt das für angemessen, und es ist ein teurer Film. Es ist eine gewaltige Welt, die wir erschaffen, und es ist keine Welt, für die wir einfach an Drehorte zum Filmen gehen können. Bei A Cure For Wellness [Verbinskis aktueller Film] konnten wir tatsächlich eine Reihe von Orten nutzen, um die Welt zu erschaffen. Für BioShock hätte es so nicht funktioniert, wir hätten ein gesamtes Unterwasser-Universum bauen müssen. Also denke ich, dass sich Universal letztendlich einfach nicht wohlfühlte mit der Kombination aus Kosten und der Altersfreigabe."

Tot ist das Projekt deswegen aber noch nicht. Für die Zukunft schließt der Regisseur eine Rückkehr zu einer BioShock-Verfilmung nicht aus, auch wenn es schwer wäre.

„Zu der Zeit gab es ebenfalls einige teure R-rated-Filme, die nicht funktionierten. Ich vermute, dass sich die Dinge geändert haben, und vielleicht wird es eine neue Chance geben. Aber es ist sehr schwer dahin zurückzukehren, wenn man acht Wochen von den Dreharbeiten eines Films entfernt ist, ihn wirklich in deinem Kopf sehen kannst und du fast das gesamte Ding gefilmt hättest. Emotional gesehen ist man also genau in dem Übergang vom Architekten zum Bauunternehmer und das wird schwierig."

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