Life - Kritik zum Science-Fiction-Thriller

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Life (2017) Hauptplakat

In einer ersten Gesteinsprobe vom Mars findet sich der Nachweis außerirdischen Lebens in Form eines fossilen Einzellers und wird zu einem medialen Großereignis. An Bord der Internationalen Raumstation ISS gelingt es der Crew, den Mikroorganismus wieder zum Leben zu erwecken.

Die Lebensform, die auf den Namen "Celvin" getauft wird, wächst und gedeiht, doch die Freude und Faszination an der bahnbrechenden Entdeckung wird schnell zu einem Alptraum, denn Celvin entwickelt sich nicht nur zu einer Gefahr für die Besatzung, sondern die gesamte Menschheit. Die sechsköpfige Besatzung versucht mit allen Mitteln, die völlig unberechenbare und immer gefährlicher werdende Kreatur zu stoppen.

Bei Life hatte man bereits bei den Trailern das Gefühl, dass der Film sich großzügig an Alien, Das Ding aus einer anderen Welt und Gravity bedient. Dieser Eindruck bestätigt sich auch. Weder die Prämisse noch der Handlungsverlauf sind daher sonderlich originell und kommen auch nicht an die Vorbilder heran.

Regisseur Daniél Espinosa (Kind 44) gelingt es jedoch, die vielfach gesehenen Versatzstücke mit unerwarteten Wendungen zu versehen und macht den Film trotzdem zu einem spannenden, kurzweiligen und unterhaltsamen Erlebnis. Selbst der größte Filmkenner dürfte daher an der einen oder anderen Stelle trotzdem noch überrascht werden.

Die außerirdische Kreatur, welche nach und nach die Crew der ISS dezimiert, punktet nicht unbedingt durch die Optik, dafür durch das völlig unberechenbare Verhalten und eine enorme Widerstands- und Anpassungsfähigkeit, welche die Besatzung am laufenden Band in ausweglose Situationen katapultiert.

Die Spezialeffekte sind erstklassig, die Hauptrollen durch Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds, Jake Gyllenhaal oder Hiroyuki Sanada mit charismatischen und beliebten Schauspielern besetzt.

Auch in puncto Splatter und Aussprache muss sich Life durch die Altersfreigabe FSK 16 (Rated R) nicht zurücknehmen. Das Blut spritzt, die Knochen brechen, es wird am laufenden Band geflucht. Alles in allem stimmt die Mischung.

Fazit

Life vermischt zwar Altbewährtes, hält aber auch Filmkenner mit überraschenden und originellen Wendungen auf Trab. Kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber einer der besseren Filme des bisherigen Kinojahres 2017.

LIFE - Trailer C - Ab 23.3.2017 im Kino!

Life 2017 Poster
Originaltitel:
Life
Kinostart:
23.03.2017
Regie:
Daniel Espinosa
Drehbuch:
Paul Wernick, Rhett Reese
Darsteller:
Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds, Olga Dihovichnaya, Ariyon Bakare
Eine Gruppe von Astronauten steht auf der ISS vor der wichtigsten Entdeckung der Menschheit. Diese erweist sich jedoch als höchstgefährlich.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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